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Dr. Eva Brennessel
Homöopathie

Die Klassische Homöopathie ist eine in Österreich ausschließlich von Ärzten praktizierte Therapieform, bei der individuell nach den Kriterien der Homöopathischen Heilkunst eine Einzelarznei für den Patienten ausgewählt und in potenzierter Form verabreicht wird.

Von der Österreichischen Ärztekammer wird diese Therapieform anerkannt –
Ärzte erhalten nach absolvierter mehrjähriger Ausbildung bei einer der beiden autorisierten Gesellschaften (ÖGHM und ÄKH) und erfolgreicher Diplom-Prüfung das "ÖÄK Diplom für Komplementäre Medizin – Homöopathie".

Wie läuft eine Homöopathische
Erstordination ab?

In der Regel ersuche ich schon bei der telefonischen Terminvereinbarung, sämtliche Vorbefunde mitzubringen, ev. vorab zuzusenden.
Manchmal empfehle ich bereits am Telefon noch in der Zeit bis zum Homöopathischen Termin diagnostische Schritte oder leite diese selber in die Wege.
Die Durchsicht der Befunde erfolgt in der Regel während der Ordination nur überblicksmäßig, ich behalte mir diese und studiere sie genau, fertige gegebenenfalls Kopien an und der Patient bekommt die Originale wieder zurück.

In der Ordination widme ich den Großteil der Zeit dem Anamnesegespräch. Es werden die aktuellen Beschwerden und Probleme detailgenau erfasst, außerdem gilt es, frühere Symptome mitzuerfragen, dann grundsätzliche Charakteristika der Physis und Psyche des jeweiligen Patienten, selbst wenn das natürlich ohne Krankheitswert im engen Sinn ist.
Schließlich behandle ich als Homöopathischer Arzt keine Diagnosen, sondern kranke Menschen – das, was man personenzentrierte, individuelle Vorgehensweise nennt.
Anschließend ist eine gründliche physikalische Untersuchung unabdingbar, wobei ich mich an den Beschwerden orientiere, also im Akutfall diese Untersuchung auf die nötigen Bereiche einschränke – im wesentlichen ist das ja von jedem Arztbesuch bekannt.
In Einzelfällen ist es auch nötig, weitere diagnostische Schritte in die Wege zu leiten (Blutabnahmen, Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen usw.), nach Absprache mit dem Patienten.

    Ich wähle die Arznei nach dem Simile-Prinzip manchmal noch während der Ordination aus (im Akutfall natürlich immer), und lasse sie entweder dem Pat. zusenden oder stelle ein Rezept aus, das in jeder Apotheke eingelöst werden kann.

    Manchmal ist Nachbearbeitung erforderlich und ich überdenke alle Details nach der Ordination in Ruhe und unter Zuhilfenahme spezieller Computerprogramme, bevor ich mich für eine Arznei entscheiden kann. In diesem Fall lasse ich das Mittel dann auf dem Postweg zusenden oder zur Abholung für den Patienten bereitstellen.

    Die Abstände zwischen den Ordinationsterminen sind bei chronischen Beschwerden in der Regel 4-8 Wochen, in den follow-ups wird dann auf Reaktionen ebenso eingegangen wie auch Zeit bleibt, zusätzliche Informationen zu sammeln („Puzzlesteinchen“).
    Der Zeitaufwand bei follow-ups ist meist nicht mehr so groß wie beim Erstkontakt, in Einzelfällen kann jedoch eine komplette Neuevaluierung erforderlich werden.

    Bei Akutbeschwerden läuft alles gestraffter ab und ich konzentriere mich auf ein vollständiges Bild rein der aktuellen Beschwerden.
    Zeitaufwand und Kontrollintervalle sind dann natürlich kürzer, beispielsweise bei Kindern mit akuten Krankheiten kann es nötig sein, täglich klinische Kontrollen zu machen, ganz so, wie das jeder praktische Arzt tut.

    Der Stein der Weisen?

    Als Homöopathen wissen wir, dass wir einen Weg beschreiten, EINEN der vielen möglichen Wege. Es ist ein sehr mühsamer und arbeitsaufweniger Weg, der von Arzt und auch Patient einiges verlangt, es ist keine bequeme Methode und schon gar kein „Wunder“.
    Vielleicht erlebe ich diesen Weg auch gerade darum als ungemein fordernd und lohnend zugleich.

    Haltung, Einstellung zu dem, was wir tun – das ist ein roter Faden, den jeder für sich finden kann und dem man treu bleiben sollte, unabhängig von der gerade praktizierten Methode.
    Steve de Shazer hat einmal formuliert : „Without the right attitude it is not even a technique.“
    (Ohne eine entsprechende Haltung ist es nicht einmal eine echte Technik.)
    Steve de Shazer, Begründer der sog. „lösungsorientierten Kurzzeittherapie“ (Milwaukee/USA), hat damit etwas gesagt, was ich so für mich absolut unterschreiben möchte.
    Fanatismus, das Eigene als das einzig Wahre sehen, das ist eine Frage der menschlichen Haltung, unabhängig davon, was für einen Beruf ich habe, und wenn es Arzt ist, unabhängig davon, ob ich „Schulmediziner“ bin oder „Alternativmediziner“.
    Ich arbeite sehr gerne mit Kollegen und Fachleuten auch aus anderen Bereichen als der Medizin zusammen. Diese Transparenz und Offenheit kann langfristig nur lohnend sein für unsere Arbeit.
    Das bedeutet natürlich nicht, dass alles beliebig kombinierbar wäre! Aber es wird auch nicht aus Prinzip ausgeschlossen.
    Reden wir einfach darüber und finden wir für jede Situation und jeden Patienten einen gemeinsamen Weg!

    Bisher schon sehr bewährt haben sich einige Formen der Psychotherapie, Hypnotherapie, Musiktherapie in Kooperation mit Klassischer Homöopathie.

    Ich bedanke mich außerdem bei meinen Freunden und Psychotherapeuten:

    • Mag. Christa Renoldner, Salzburg
    • Siegfried Essen, St. Bartholomä
    • Mag. Elisabeth Widensky, Wien und Dietmanns
    • Christl Lieben, Wien
    • Valerie Oberbichler, Linz

    Persönlich schätze ich jede gute und fachlich fundierte Körperarbeit sehr, gerade hier finden sich oft ungeahnte Ressourcen! Das Körperwissen mehr wahr-zu-nehmen und damit wertschätzend zu arbeiten ist mir ein ganz persönliches Anliegen.

    Musiktherapie, eine uralte und zugleich als eigenständige Methode nun aber sehr junge Therapieform, ist derzeit auch Thema intensiver Forschungsarbeit u.a. am Ganzheitsmedizinischen Institut Wien (GAMED), ich bedanke mich bei Dr. Gerhard Tucek für das Interesse an meiner Mitarbeit im Team!

    Klangmassage, wenn seriös und nach fundierter Ausbildung angewandt, kann bereits vieles bewegen – hier schätze ich die Arbeit von Manuela Kainz (Sozialpädagogin, Klangmasseurin nach P. Hess) und Gabriele Träxler sehr.

    Ich habe selber einige psychotherapeutische Methoden kennen gelernt und mich in diesen Bereichen fortgebildet, nun auch eine mehrjährige Ausbildung zum Systemischen Therapeuten begonnen, die ich derzeit was Kurse in München betrifft wegen meines kleinen Sohnes pausiere.

    Ich nutze meine Zeitfenster nun zu Weiterbildung in dem Fachbereich und zur Supervision.

    Zum Teil wende ich systemisch-therapeutische Methodiken bereits in meiner Praxis an, oft implizit als Bestandteil der homöopathischen Arbeit, wenn angezeigt oder erwünscht auch als eigenständige Intervention.