Über mich
Anmeldung
Dr. Eva Brennessel
Über mich

Geboren 1968, aufgewachsen und Schulzeit im Burgenland.
Medizinstudium an der Universität Wien, Promotion 1994. Turnusjahre in Eisenstadt, Oberwart und Wien.
Ab 1999 Kurärztin in Bad Mitterndorf / Steir. Salzkammergut, dort Wahlarztpraxis als Ärztin für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Homöopathie von 1999 bis 2005.
Seit 2006 wieder in eigener Praxis tätig im Burgenland.
Seit 2004 Ausbildung zur Systemischen Therapeutin am Institut für Systemische Ausbildung, Fortbildung und Forschung in München.

Meine Freizeit verbringe ich gerne in freier Natur und in Bewegung, ich bin begeisterte Reiterin und genieße Ausritte mit meinem Pferd sooft meine Zeit dies zulässt.
Sportklettern, Karate und Tauchen habe ich früher intensiv betrieben, nun noch gelegentlich.
Außerdem liebe ich Musik, besonders ruhigen Jazz und Irische Folkmusic, ich habe selber einige Jahre Gitarreunterricht genossen.

"Wer sich für den Pfad des Lernenden und Weg des Herzens im Leben entscheidet, kann Kindern ein guter Begleiter sein. Unsere Kinder gehören uns nicht. Sie brauchen unseren Schutz und unsere Liebe, unseren Respekt und gelegentlich klare Hinweise, sie sind freie Wesen. Im übrigen wird sich ihre Seele klar entfalten und sie werden ihren Platz im Leben finden, so, wie wir uns darum kümmern sollen, unseren Platz im Leben einzunehmen und ganz auszufüllen, mit Freude und Entschiedenheit."
(indianische Weisheit)

Wieso Homöopathie?

Mein Entschluß, mich dieser Therapieform voll zu widmen, reifte bereits während des Medizinstudiums. Ich war zu der Zeit auch selber Patient und hatte das Glück, einen ganz besonderen Arzt und Menschen kennenzulernen, nämlich DDr. Robert Seitschek, der zusammen mit Dr. Matthias Dorcsi die Homöopathische Schule in Wien begründet hat.
Somit kam ich zuerst also als Patient mit der Homöopathie in Berührung.

Zugleich haben mich als Medizinstudent schon intensiv auch philosophische Fragen und der Bereich der Psychologie interessiert und ich habe dazu Vorlesungen und Kurse besucht und Austausch und Diskussion gesucht. Zu diesen Themen hat unser Medizinstudium leider kaum etwas zu bieten, und doch scheinen mir diese Bereiche essentiell für jeden, der mit Menschen und Heilung, mit Leben und Tod intensiv zu tun hat.

In der Homöopathie gilt das Simile-Prinzip, also: „heile Ähnliches mit Ähnlichem“.
Dieses Prinzip wurde vom Begründer der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann, natürlich genauso wenig erfunden, wie Newton die Schwerkraft erfunden hat. Allerdings ist es ihm zu verdanken, dass dieses natürliche Prinzip formuliert wurde und Basis einer Heilmethode geworden ist.
In der sog. „Schulmedizin“ arbeiten wir nach dem Prinzip „Contraria contraribus“ – also der Heilung mit Gegensätzen. Das scheint einleuchtend: ein Übermaß an Hitze wird also mit Kälte therapiert usw. Wir finden das schon im Namen vieler Medikamente:
Anti-Hypertensivum (gegen hohen Blutdruck), Anti-biotikum (gegen Bakterien) usw.
Komplexe lebende Systeme werden dabei allerdings nur ausschnittsweise gesehen, es ist nur logisch, dass bei dieser Sicht oft mehrere Medikamente kombiniert werden müssen, weil es ja letztlich die Krankheit ist, die therapiert wird, und häufig finden wir verschiedene Beschwerden gleichzeitig.
In der Homöopathie suche ich nach übergeordneten bzw. innewohnenden Mustern individueller Art. Ich stelle also zum Beispiel die Frage, was diesen einen Migränepatienten von anderen Menschen unterscheidet, die Migräne haben. Deswegen kann ich nicht einfach ein „Migräne-Mittel“ suchen.
Ein anderes Beispiel:
Vielleicht ist es noch eindeutig, das Gegenteil von „heiß“ zu nennen.
Aber was ist das Gegenteil von einem Delfin? – Zu Ganzheiten lassen sich keine Gegensätze formulieren!

Als Ärzte behandeln wir Menschen, Individuen – nicht Diagnosen.
Darum finde ich die alleinige Anwendung des Contraria-Contraribus-Prinzips nicht befriedigend, es wird uns allen in unserer Komplexheit und Einzigartigkeit einfach nicht gerecht.

Darum habe ich begonnen, Homöopathie zu lernen.

Mein persönliches Vorgehen in der Therapie

Als Ärztin für Allgemeinmedizin lege ich großen Wert darauf, dass vor Beginn der Therapie auch eine individuelle Abklärung und Diagnostik erfolgt, da anderenfalls eine seriöse Abschätzung der Therapieoptionen sowie des möglichen Krankheitsverlaufs und eine entsprechende Beratung des Patienten nicht erfolgen kann.
Hierbei ist auch die Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Fachrichtungen bzw. dem jeweiligen Hausarzt/Hausärztin sehr sinnvoll und für alle Beteiligten wünschenswerte, wie ich meine.

Ich habe eine systemische Sichtweise auch von Krankheit und Gesundheit, für mich stellt sich darum anfangs immer auch die Frage : „Was an der Krankheit will heilen?“
Menschen heilen Krankheiten – Krankheiten heilen Menschen!
Beschwerden und Probleme können - in anderem Zusammenhang betrachtet - Einsicht in die persönliche Sichtweise und das individuelle Umgehen des Patienten geben. Manchmal spricht unsere Seele durch den Körper. Ohne dieses Verstehen ist meines Erachtens nach keine ganzheitliche Methode sinnvoll zu praktizieren.
Dieser Weg ist nur gemeinsam mit dem Patienten zu beschreiten, wenn in der Begegnung von Patient und Arzt bereits das Similie-Prinzip spürbar wird, also genügend Resonanz entstehen konnte, um den Boden für das weitere Vorgehen zu bereiten.

Kein fachliches Know-How kann diesen ersten Schritt überspringen, der sowohl aus Wissen als auch aus Haltung und Einstellung getan wird - und bei dem der Arzt selber als Mensch voll involviert ist.

Das weitere Vorgehen nach den Regeln der Klassischen Homöopathie bedingt, dass nun die Frage im Raum steht: „Was ist hier, bei diesem Patienten und seiner Geschichte und seinen Beschwerden, das zu-Heilende?“
Bei diesem Schritt geht es also weiterhin um Überblick, Zusammenschau und das Betrachten des Patienten innerhalb seiner Lebenssysteme – also Partnerschaft, Familie, Freundeskreis und persönliches Beziehungsumfeld, Lebensgewohnheiten (Ernährung usw.), Beruf, Gesellschaft, Kultur.
Vielfach klingen hier Themen aus der Prävention an, Lebensstilmedizin usw.
Parallel ist es unsere Aufgabe als Homöopath, jedes geäußerte und erfragte Symptom in aller Detailgenauigkeit zu betrachten, also mit der Neugier und dem Interesse eines Forschers, mit „wahrem Anfängergeist“ (Zen-Lehrer Suzuki-Roshi) an selbst banal scheinende Nebensächlichkeiten herangehen zu können.

Ich verwende gerne die Metapher: „das Sammeln von Puzzlesteinchen zu einem großen Bild.“
Hierbei sind vom Arzt alle Sinne gefordert, neben der Gesprächführung und dem Zuhören geht es auch um klinische Untersuchung und gegebenenfalls Einbeziehung von Befunden; all das variiert von Fall zu Fall, je nach Notwendigkeit der Situation und Fragestellung.

Ist letztlich das Bild klar, gilt es nun, das dazu passende Simile zu finden, also die passende homöopathische Einzelarznei. Dieser Schritt erfordert manchmal noch einiges an Nachbearbeitungszeit, wenn der Patient die Ordination bereits verlassen hat. Erst dann kann die gewählte Arznei rezeptiert werden.

Homöopathische Arzneien haben enorme Vielfalt und Tiefe in ihren Wirkspektren, die korrekte Herstellung dieser Mittel ist oft sehr arbeitsaufwendig, Arzneien in verlässlicher Qualität stellen schließlich das Bindeglied zwischen Patient-Arzt-Hersteller der Arznei.

Nur wenige spezialisierte Apotheken in Österreich stellen Homöopathika selber her, ich verlasse mich bei meinen Verordnungen auf die Firma REMEDIA.